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Sterbehilfe

Die gesellschaftliche Entwicklung zeigt, dass wir nicht nur die Kunst des Sterbens – die Ars moriendi – verlernt haben, sondern dass wir uns bewusst gegen sie entscheiden. Wir gestalten unser Sterben nicht mehr aktiv, sondern erleiden das Sterben passiv. Dies wird auch in der Ausdrucksweise von "aktiver Sterbehilfe" und "passiver Sterbehilfe" deutlich.

Aktive Sterbehilfe

Plädoyer für "aktive Sterbehilfe"

Dieses Plädoyer ist entnommen aus dem Buch "Sterben - aber wie?" der Seiten 76f:

Sterbehilfe ist die Hilfe beim Sterben, nicht die Hilfe zum Sterben. Aus diesem Grund ist es völlig deplatziert, wenn von aktiver und passiver Sterbehilfe gesprochen wird. Sterbehilfe wird entweder geleistet oder verweigert. Dies ist grundsätzlich festzuhalten. Die Wahl der Worte regt in uns Stimmungen an. So ist es auch bei der aktiven und passiven Sterbehilfe. Werden „passiv“ und „aktiv“ als Adjektive miteinander verglichen, losgelöst vom Sterben, wird Passivität gegenüber Aktivität eindeutig als negativ empfunden. Diese Wertigkeit wird von den Menschen völlig unbewusst auf die Sterbehilfe übertragen.

„Ein Haustier wird in solch einer Situation eingeschläfert“, sind die Worte von Krebspatienten, denen keine kurative Hilfe mehr zuteil werden kann. „Ich will doch nicht verrecken wie ein reudiger Hund, abgeschoben in ein Sterbezimmer! Da mache ich doch lieber selbst Schluss!“, ist für einige dieser Patienten die logische Schlussfolgerung.
Bei der Bezeichnung „passive Sterbehilfe“ drängt sich das Bild des tatenlosen Sterbenlassens durchaus auf. In dieser Bezeichnung kommt nicht zum Ausdruck, wie viel aktive Hilfe dem Sterbenden zuteil werden kann. Hier eine kleine Auflistung von Möglichkeiten:
– Der Sterbende wird schmerzfrei gehalten.
– Der Sterbende wird in einem Zustand ohne Atemnot gehalten.
– Der Sterbende erhält auch weiterhin ärztliche Begleitung.
– Der Sterbende erhält auch weiterhin volle Pflege.
– Der Sterbende erhält (auch weiterhin) seelsorgliche Begleitung.
Dies alles kann jedoch nur greifen und wirken, wenn der totgeweihte Patient spätestens bei der Mitteilung, dass seine Krankheit nicht heilbar ist, über diese höchst „aktive Sterbehilfe“ informiert wird.
Ideal wäre, wenn „aktive Sterbehilfe“ mit diesem Verständnis zum allgemeinen Verständnis und zur Allgemeinbildung werden würde. Der Sterbende weiß dann, dass er weder vom Arzt noch vom Pflegepersonal noch vom Seelsorger wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen wird, sondern bis in seinen Tod hinein verantwortungsvoll zu einem menschenwürdigen Sterben begleitet wird.
Die Bezeichnung „aktive Sterbehilfe“ sollte ausschließlich der wirklich aktiven Hilfe und Begleitung beim Sterben vorbehalten bleiben. Nur so können wir einer Sterbekultur wirksam entgegentreten, die immer mehr zu einer Kultur des Suizid verkommt. Die „aktive Sterbehilfe“ muss wieder das beinhalten, was sie namentlich ausdrückt: Keine Hilfe zum Suizid, sondern Hilfe beim Sterben.


Passive Sterbehilfe

Keine Hilfe zum Sterben, sondern eine Hilfe beim Sterben, sollte unser aller Ziel sein.

Wie dies erreicht werden kann, wird hier auf dieser Seite beschrieben.

Ängste der Menschen

Menschen, die den eigenen Tod in Tagen, Wochen oder Monaten konkret vor sich hatten oder denen man eine tödlich verlaufende Krankheit diagnostiziert hat, äußerten in Hinblick auf ihren eigenen Tod immer die Ängste vor Schmerzen und/oder Atemnot. Oft waren die Worte zu hören: "Vor dem Sterben habe ich keine Angst, aber vor dem wie?"

Diese Angst und die Unkenntnis um die heutigen medizinischen Möglichkeiten ließ in diesen Menschen oft den Wunsch um assistierten Suizid aufkommen. Zuweilen wurde ich gebeten, entsprechende Kontakte herzustellen oder hierfür Informationen zukommen zu lassen. - Diesem Wunsch kam ich nie nach. Immer klärte ich über die medizinischen Möglichkeiten und ihre Auswirkung auf. Damit konnte ich bei allen Patienten den Wunsch um assistierten Suizid auflösen.

Schmerzen

Ärzte sprechen bzw. schreiben von Schmerzfreiheit und meinen dabei meist Schmerzfreiheit bei vollem Bewusstsein. Dies ist leider nicht immer erreichbar.[Anm. 1] - Dadurch kann bei Zuhörern bzw. Lesern die irrige Annahme entstehen, dass man doch nicht alle Schmerzen nehmen kann und sie möglicherweise qualvoll sterben könnten.

Ich spreche von der Schmerzfreiheit, auch mit eingeschränktem Bewusstsein. Diese ist immer möglich.

Am 6.2.2014 wurde zum Thema "Recht auf Leben - Recht auf Sterben" das Beispiel einer Frau genannt, die noch etwa 6 Monate zu leben habe, der jedoch bei vollem Bewusstsein nicht alle Schmerzen genommen werden können. Sollte man sie daher bis zu ihrem Tode monatelang in die Bewusstlosigkeit sedieren?
Ich meine hierzu: Warum nicht? Wenn dies der einzige Weg ist, um sie schmerzfrei zu halten und sie dies wünscht, dann sollte dies doch möglich sein. Da brauchen wir doch keine Beihilfe zum Suizid. - Vielleicht kann man sie jeden Sonntag mal aufwachen lassen, um zu sehen, ob sie "weiterschlafen" will. Die Übergänge sind fließend, die Möglichkeiten vielfältig.

15-jährige Erfahrung

Patienten, denen mitgeteilt wurde, dass sie Krebs haben, dass sie Metastasen haben, dass sie austherapiert sind, erbaten immer wieder von mir Hilfestellung, zum Zweck des assistierten Suizids in die Schweiz Kontakte herzustellen. Ihnen sagte ich immer: "Schmerzen und Atemnot kann man mit Morphium nehmen. Es hat jedoch auch seinen Preis: In der Endphase Ihres Lebens kann es sein, dass man Ihnen so viel Morphium geben muss, dass Sie müde sind, dass Sie viel schlafen, dass Sie vielleicht nur noch schlafen. Ich verspreche Ihnen, dass Sie hier in dieser Klinik keine Schmerzen haben werden, die Sie nicht bereit sind, auszuhalten. Sie selbst legen die Messlatte fest, wie viel Schmerzen Sie aushalten wollen. - Und was die Endphase betrifft: Auch wenn Sie nicht mehr in der Lage sein sollten, sich mitzuteilen, so gibt es zwei einfache Indikatoren, anhand jeder med. Laie erkennen kann, ob Sie Schmerzen haben: Solange Sie ruhig und gleichmäßig atmen und solange Sie ruhig und entspannt daliegen, ist die Welt für Sie in Ordnung, leiden Sie nicht."
Dies konnte ich glaubhaft vermitteln. Ich stand dafür mit meiner Person ein. Die Folge war, dass keiner dieser Patienten weiterhin in die Schweiz wollten. Sie alle wollten ihr Leben bis zuletzt leben, weil sie wussten, sie brauchen sich nicht vor Schmerzen und Atemnot fürchten. Teilweise gingen sie noch für Monate und Jahre nach Hause und führten ein meist unbeschwertes Leben, bis sie zu Chemotherapie oder palliativer Behandlung wieder in die Klinik kamen. Sie alle starben ohne Qualen, so wie ich es ihnen zugesagt hatte.

In der gesellschaftlichen wie auch politischen Diskussion sollte daher darauf geachtet werden, von welcher Schmerzfreiheit denn gesprochen wird: Von der Schmerzfreiheit bei vollem Bewusstsein, die nicht immer gegeben ist, oder von der absoluten Schmerzfreiheit, auch wenn mit eingeschränktem Bewusstsein, die immer möglich ist.
Im Selbstbestimmungsrecht jedes Menschen kann er selbst festlegen, wie viel Schmerzen er aushalten will. Es kann durchaus sein, dass der Wunsch nach Schmerzfreiheit größer ist als der Wunsch nach Bewusstsein. Das hat jedoch nichts mit Suizid zu tun, sondern etwas mit Würde.

Christliche Patientenvorsorge

In der Christlichen Patientenvorsorge (Dezember 2010) heißt es auf Seite 8, Kapitel 1.3:

Zulässig ist dagegen die Gabe von Schmerzmitteln oder anderen Medikamenten, wenn sie zur Leidensminderung medizinisch angezeigt sind und der Patient bzw. sein Bevollmächtigter oder Betreuer ihrer Verabreichung zustimmt. Das gilt auch in den Fällen, in denen diese Medikamente als unbeabsichtigte Nebenwirkung das Leben des Patienten verkürzen können (»indirekte Sterbe hilfe«).

Auf Seite 13 heißt es:

Eine Basisbetreuung, zu der u.a. menschenwürdige Unterbringung, Zuwendung, Körperpflege, Lindern von Schmerzen, Atemnot und Übelkeit sowie das Stillen (der Gefühle) von Hunger und Durst gehören, ist jedoch aufrecht zu erhalten.

Fazit: Wir brauchen keine Hilfe zum Suizid, erst recht keine organisierte Hilfe zum Suizid. Wir brauchen im 1. Schritt eine korrekte Aufklärung der Politiker zu dieser Gesetzesentscheidung. Wir brauchen im 2. Schritt eine korrekte Aufklärung der Bevölkerung, z.B. durch die BZgA. Damit könnte fast jede Forderung nach Sterbehilfe aufgelöst werden.
In 15 Jahren Klinikseelsorger in einer Klinik mit jährlich über 400 Toten - rund 50% davon Krebstote - habe ich keinen einzigen Patienten erlebt, der nach einem Gespräch mit mir noch weiter in die Schweiz oder Holland wollte. Sie vertrauten mir und starben schmerzfrei.

Texte aus: "Sterben - aber wie?"

In dem 2011 erschienen Taschenbuch heißt es auf Seite 23:

Alle Schmerzen können genommen werden, auch die größten. Es stellt sich dabei nur die Frage, welchen Preis man dann bezahlt: Mit immer mehr und immer stärkeren Schmerzmitteln wird der Sterbende auch immer müder. Dies kann dazu führen, dass der Sterbende viel oder nur noch schläft.

Es sollte in der Entscheidung des Sterbenden liegen, wie viel Schmerzmittel er bekommt. Es sollte in seinem Ermessen liegen, wie viel Schmerzen er aushalten will, um noch möglichst viele Stunden wach zu sein, oder ob er lieber mehr schlafen möchte, um keine Schmerzen zu erleiden.

Auf Seite 98 heißt es:

Viele Totgeweihte sagen, dass sie keine Angst vor dem Sterben haben, sehr wohl aber vor dem Wie. Sie wollen nicht qualvoll sterben, sondern friedlich einschlafen. Wenn sie wissen, dass ihnen körperliche Schmerzen und Atemnot durch entsprechende Medikamente genommen werden, sind sie beruhigt. Sie können damit entspannt ihrem Sterben entgegensehen.

Auf Seite 114 steht die Antwort auf die Frage: "Kann man erkennen, dass Sterbende Schmerzen haben?"

Vielen Angehörigen ist es sehr wichtig zu wissen, dass der Sterbende keine Schmerzen hat, bietet doch die heutige Schmerztherapie ein Sterben ohne Schmerzen an. Die Frage ist jedoch, ob diese Möglichkeiten auch ausgeschöpft werden.

Angehörige können auch selbst erkennen, ob der Sterbende schmerzfrei ist: Liegt der Sterbende locker und entspannt da, atmet er ruhig und gleichmäßig, so hat er keine Schmerzen.
Wer Schmerzen hat, krampft. Es sind jedoch nicht nur Schmerzen, die Krämpfe auslösen. Es gibt auch Erkrankungen, die Krämpfe nach sich ziehen. Hier gilt es zu unterscheiden, ob die Verkrampfungen von möglichen Schmerzen kommen oder von einer Erkrankung. Diese Unterscheidung kann jedoch nur Fachpersonal vornehmen.
Für Laien bleibt die sichere Aussage: Wer ruhig und entspannt daliegt, hat keine Schmerzen.
Angehörige und Begleiter müssen sich jedoch darüber im Klaren sein, dass die Verabreichung von Schmerzmitteln auch ihren Preis hat: Der Sterbende wird dadurch müde. Muss Morphin in hohen Dosen verabreicht werden, damit der Sterbende schmerzfrei ist, so schläft der Sterbende nur noch und ist nicht mehr oder nur zwischendurch immer wieder einmal nur für wenige Sekunden ansprechbar. Für das Ziel der Schmerzfreiheit des Sterbenden sollte dies hingenommen werden.


Atemnot

Vor allem Patienten mit Lungenerkrankungen haben oft Angst vor Atemnot. Viele von ihnen haben sie zeitweise erlebt und mussten zur Besserung ihres Zustandes (kurative Behandlung) oder Linderung ihrer Atemnot (palliative Behandlung) in die Klinik. Für sie war Atemnot keine Fiktion, sondern bereits erlebte Realität.

15-jährige Erfahrung

Diesen Patienten konnte ich aus meiner jahrelanger Berufserfahrung als Klinikseelsorger berichten:
Ich habe hier in der Klinik viele Menschen in den Tod begleitet. Dabei waren auch Patienten mit tödlich verlaufenden Lungenerkrankungen, wie z.B. COPD, Lungenfibrose und metastasierenden Lungenkrebs. Diese Erkrankungen zerstören den Gasaustausch in der Lunge. D.h. die Lungenbläschen können immer weniger Sauerstoff von der Atemluft an das Blut abgeben und immer weniger Kohlendioxyd (CO2) vom Blut an die Atemluft abgeben. Wenn keine andere Erkrankung zuvor kommt, führt dies im Endstadium dazu, dass diese Patienten ersticken, um es medizinisch nüchtern und sachlich zu benennen. Keinen dieser Sterbenden erlebte ich in seinem Sterben als Ersticken. Ihnen allen wurde ausreichend Morphium verabreicht, denn Morphium, das wir als Schmerzmittel kennen, hat eine interessante Nebenwirkung, die man bei diesen Patienten nutzt: Es nimmt das Gefühl der Atemnot. Dadurch atmen die Sterbenden wieder entspannter und damit auch effektiver. Dies führt somit nicht nur zu einer Verbesserung der Lebensqualität, sondern auch zu einer Verlängerung des Lebens.

Texte aus: "Sterben - aber wie?"

Auf den Seiten 23f heißt es zur Atemnot:

Einige Morphine nehmen nicht nur den körperlichen Schmerz, sondern nehmen in gleicher Weise auch die Atemnot. Ein Sterbender, der an einer schweren Lungenerkrankung stirbt, hat zunächst das Gefühl, dass er erstickt. Er verkrampft sich und sein Atem kommt ins Stocken. Damit atmet er ineffizient und beschleunigt sein Sterben.

Wird einem Sterbenden mit schwerer Lungenerkrankung das benötigte Morphium gegeben, so erstickt er zwar medizinisch betrachtet, aber er selbst spürt nichts von dieser Atemnot. Er atmet gleichmäßig und ruhig. Seine Atmung ist effizient. Er leidet dann nicht nur weniger, sondern lebt damit auch länger.

Auf den Seiten 126f heißt es zur Atemnot:

Es gibt einige Opiate, die man Sterbenden gegen ihre Schmerzen gab und bei denen man eine interessante Nebenwirkung feststellte. So wie diese Opiate das Schmerzempfinden ausschalten, so schalten sie auch das Empfinden des Erstickens aus. Der Sterbende ist somit nicht nur schmerzfrei, sondern darüber hinaus auch frei von dem Gefühl zu ersticken.

Bei Sterbenden, die wegen ihrer Lungenerkrankung sterben, verabreicht man diese Opiate nicht gegen Schmerzen, sondern gegen die Atemnot. Damit hat der Sterbende nicht das Empfinden, dass er Atemnot hat oder dass er erstickt. Diese Opiate blenden diese Signale im Kopf völlig aus. Dadurch atmet der Sterbende ruhig und gleichmäßig weiter. Er verkrampft sich nicht, er atmet effektiver, was ihm und seinem Zustand wieder zugute kommt. Es kann sogar sein, dass der Sterbende durch seine gleichmäßige und damit effektivere Atmung länger lebt.


Sedierung

Sterben01.jpg

Die nebenstehende graphische Darstellung beruht nicht auf einer Statistik, sondern auf jahrelanger Beobachtung an Krebspatienten. Mit "Sedierung" ist hierbei die völlige geistige Abwesenheit zu verstehen. D.h. mit diesem sterbenden Krebspatienten ist nicht mehr zu kommunizieren.

Bei der Diskussion um Beihilfe zum Suizid sind somit bei der vollständigen Sedierung zwei Faktoren zu berücksichtigen:

  • Dauer der Sedierung vor dem Tod
  • Häufigkeit der Sedierung vor dem Tod

Vor dieser vollständigen Sedierung gibt es fließende Übergänge vom wachen Zustand bis zur völligen Sedierung. Dabei waren vor allem zwei unterschiedliche Verhalten zu beobachten:

  • Ständige Müdigkeit
    Der Sterbende war in einem Dauerzustand an Müdigkeit. Er konnte nur noch langsam dem Geschehen folgen. - Mit Erhöhen der Schmerzmittel wurde diese Müdigkeit immer schwerer.
  • Zeitweise Müdigkeit
    Der Sterbende war weitestgehend kommunikationsfähig, schlief aber immer wieder plötzlich ein, um nach einer Schlafphase von Sekunden bis wenigen Minuten das Gespräch an der abgebrochenen Stelle wieder fortzusetzen. - Mit Erhöhen der Schmerzmittel wurde die Schlafphase immer länger.

Fazit

Auf der Seite 24 des Buches "Sterben - aber wie?" heißt es:

Unter den Ärzten sind diese Grundregeln des Sterbens bekannt, nicht hingegen unter der Bevölkerung. Daher haben Patienten mit tödlichen Erkrankungen häufig den Wunsch, nach Holland oder die Schweiz in eine Sterbeklinik zu gehen, um ihrem Leben selbst ein Ende zu setzen.

Dieser Suizid muss nicht sein. Wenn die Menschen wissen, dass ihr Sterben nicht qualvoll sein wird, können sie gelassen ihrem eigenen Tod entgegen sehen. Sie sind nicht mehr damit beschäftigt zu grübeln, wie man seinem Leben ein Ende setzt. Sie können sich damit wieder ganz dem Leben zuwenden, in dem Rahmen, in dem es ihnen noch möglich ist.
Es kommt daher nicht nur darauf an, dass eine Sterbequalität praktiziert wird, sondern dass sie als Teil der Allgemeinbildung ins Bewusstsein der Gesellschaft kommt. Nur mit den entsprechenden Informationen kann die Angst vor einem qualvollen Tod genommen werden.


Anhang

Quellen

Klaus Schäfer: Sterben aber wie? Leitfaden für einen guten Umgang mit dem Tod. Regensburg 2011.

Anmerkungen

  1. Statistische Zahlen liegen mir nicht vor. Nach meinen persönlichen Einschätzungen liegen sie jedoch unter 1%.

Einzelnachweise