Buch/11a

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Sterben - aber wie?

11sterben.jpg Leitfaden für einen guten Umgang mit dem Tod

2011 - 15,90 € - 159 Seiten - Pustet - ISBN: 978-3791723815

Wenn wir dem Sterben der Angehörigen oder dem eigenen Sterben gegenüberstehen, sind wir oft ratlos. In unserer Hilflosigkeit begehen wir Fehler, die nicht zu korrigieren sind. Das Buch beantwortet die immer wiederkehrenden Fragen der Sterbenden, ihrer Angehörigen und Begleiter: Wie erkennt man, ob Sterbende Schmerzen haben? Wie lange kann man einem Sterbenden noch etwas sagen? Was ist nach dem Tod eines Angehörigen zu tun? Was erwartet mich nach dem Tod? Mit wichtigen Informationen leistet es Hilfestellung zur Entscheidungsfindung (z. B. Ende der Therapie, Organspende, Obduktion). Es zeigt, wie mit Sterbenden würdevoll und angemessen umgegangen werden kann und macht auf häufige Fehler aufmerksam. Dadurch ist es ein unverzichtbares Handbuch für alle Sterbebegleiter.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Vom passiven zum aktiven Sterben   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    9
1.  Was man über Sterben, Tod und Patientenvorsorge  wissen sollte   . .  .   11
1.1   Mosaiksteine für eine Gesamtbild     .  .  .   .  .  .  .  .  .  .  .   11
    Vom Begleiten und von Begleitern   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  11
    Vom Sterben und vom Toten    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  12
    Sterben    .  .  .  .  .  .  .  .   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 12
    Fragen zum Sterben  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  14
    „Grundfarben“ des Sterbens  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   15
    Sterben in unserer Gesellschaft  .  .  .  .  .  .  .  .  .   .  .  .  .   16
    Ab wann ist man sterbend    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   18
    „Nichts Schlimmes herbeireden“    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   20
    Sterbequalität ist Lebensqualität  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  21
    Grundregeln im Umgang mit Sterbenden    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   23
    Sterben ist wie …  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   24
  1.2  Von kurativer zu palliativer Begleitung   .   .  .  .  .  .  .  .  .   29
    Die Medizin   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  30
    Die Angehörigen   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   .  .   31
    Der Sterbende    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  33
    Spirituelle Begleitung    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  35
    Klare Worte eines Arztes  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  36
    Die Entscheidung     .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    38
    Leben bis zum Schluss     .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  40
  1.3   Verschiedene Bewusstseinszustände und Vorstadien des Todes    .  .    42
    Demenz   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    44
    Locked-in-Syndrom (Wachkoma)  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    45
    Apallisches Syndrom  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    46
    Hirntod    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  47
    Tod      .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    48
    Herzstillstand und Reanimation  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  49
    Atemstillstand (Apnoe)  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    51
    Fließende Übergänge  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    52
  1.4  Vorsorge treffen  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    53
    Fakten, die die Notwendigkeit der Vorsorge erhellen  .  .  .  .  .  .  .  54
    Vorsorge – die Lösung des Problems   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   56
    Testament  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  58
    Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht bzw. Betreuungsverfügung   .  .  58
    Organspende   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  63
    Obduktion    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   69
    Vorsorge für Alleinerziehende    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    72
    Problemfeld: Wenn mehrfach verheiratete Menschen sterben    .  .  .  .    73
    Bestattung    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  75
  1.5  Plädoyer für „aktive Sterbehilfe“    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   76
  1.6   Das Wesen des Todes    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    77
    Naturwissenschaftlich betrachtet    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    77
    Der Tod, der große Wandler  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   78
    Der Tod, der große Trenner    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    79
    Der Tod, der große Erlöser   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  79
    Der Tod, der große Lehrmeister   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    80
2.  Das Sterben der Anderen  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   83
  2.1  Zuhause – im Heim – in der Klinik  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  83
    Ein Vergleich   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   83
    Sterben zu Hause  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    84
    Sterben in einer Pflegeeinrichtung    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  85
    Sterben in der Klinik   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    86
    Andere Todesorte    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  88
    Aufbahrung des Toten    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    88
  2.2   Sterbebegleitung    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    89
    Sterbende begleiten heißt loslassen     .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   89
    Grundregel: Achtsam sein     .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  91
    Wünsche statt Forderungen    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  91
    Anstatt so … besser so …    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   93
    Ohne Worte   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   95
    Gefühle beim Sterben eines lieben Angehörigen   .  .  .  .  .  .  .  .    96
    „Ich muss sterben“    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   98
    Was, wenn alles gesagt ist?   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   100
    Vier Phasen der Sterbe- und Trauerbegleitung    .  .  .  .  .  .  .  .   101
    Begleitende Riten für Angehörige     .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  105
  2.3   Zu vermeidende Fehler am Sterbebett     .  .  .  .  .  .  .  .  .    108
    Versprechen am Sterbebett   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  108
    Der Griff nach oben  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   111
    Umgang mit der eigenen Hilflosigkeit   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   112
  2.4  Fragen und Antworten    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   113
    Sollen Kinder beim Sterben von Angehörigen dabei sein?    .  .  .  .  .  113
    Kann man erkennen, dass Sterbende Schmerzen haben?    .  .  .  .  .  .   114
    Wie lange kann man dem Sterbenden noch etwas sagen?     .  .  .  .  .    114
    Warum stirbt er/sie gerade in diesen Minuten?    .  .  .  .  .  .  .  .  115
    Sind Leichen giftig?   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    116
    Was ist nach dem Tod eines Angehörigen zu tun?   .  .  .  .  .  .  .  .  117
3.   Das eigene Sterben  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   119
  3.1  Überlegungen zum eigenen Sterben  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  119
    Grundsätzliche Fragen    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  119
    Wenn sich das Sterben hinzieht    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  121
    Warum sterben wir?    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  123
    Habe ich mich richtig entschieden?    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    124
    Werde ich Schmerzen haben?   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    126
    Werde ich ersticken?   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    126
  3.2   Tod – und was dann?    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   127
    Grundhaltungen    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   127
    Kritik am Auferstehungsglauben   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   128
    Christlicher Glaube   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  130
    Biblische Bilder für das, was uns erwartet   .  .  .  .  .  .  .  .  .   133
    Rechenschaft ablegen    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   136
    Das große Wiedersehen     .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    137
4.   Glaubenshilfe für das Sterben    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  138
  4.1  Abschiedssegen für die Hinterbliebenen    .  .  .  .  .  .  .  .  .   138
    Die biblische Grundlage    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   138
    Segen des Sterbenden an die Hinterbliebenen   .  .  .  .  .  .   .  .    139
  4.2  Abschiedssegen für den Sterbenden  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    140
    Vorbemerkung  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .    140
    Kurze Segensfeier zur Begleitung eines Kranken, der das Sterben verdrängt 142
    Abschiedssegen für einen protestierenden Sterbenden   .  .  .  .  .  .   145
    Abschiedssegen für einen Organspender  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   147
    Abschiedssegen für einen versöhnten Sterbenden  .  .  .  .  .  .  .  .   149
Anhang: Gebete, Lieder und Texte für Sterbende und ihre Begleiter     .  .   154
  Texte und Lieder aus dem Gotteslob    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .   154
  Sterbegebete aus dem Evangelischen Gesangbuch    .  .  .  .  .  .   .  .   155
  Weitere Texte und Gebete   .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  155
Empfehlenswerte Literatur    .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  160

Rezensionen

Presse

evangelischer Kirchenbote 21.11.2014

http://www.evpfalz.de/kirchenbote/index.php?id=46&tx_ttnews[tt_news]=1555&cHash=548047d2e27fb2286d67591df57a5f65

Doch der Tod lasse sich nicht schönreden, gibt der Pallottinerpater und Karlsruher Klinikseelsorger Klaus Schäfer zu bedenken: "Es bleibt, dass wir sterben. Dies sollten wir alle akzeptieren." Die Annahme der eigenen Endlichkeit sei eine große Hilfe im Umgang mit dem Sterben – "dem Sterben unserer Angehörigen wie auch unserem eigenen Sterben".

Schurwaldbote . Nr. 45 . Donnerstag, 8. November 2012

http://exchange.hirsch-woelfl.de/news/getFile.php?id=1669742&id2=285659&id3=22213&file=4005-1352373825-0.pdf

Ziel dieses Buches ist es, unsere Hilflosigkeit angesichts des Sterbens zu verringern. Der Autor beantwortet alle wesentlichen Fragen von Angehörigen und Begleitern:

  • Wie erkenne ich, ob Sterbende Schmerzen haben?
  • Wie lange nimmt der Sterbende noch wahr, was ich ihm sage?
  • Was ist nach dem Tod eines Angehörigen zu tun? u. v. a.

Er zeigt uns, wie wir mit Sterbenden würdevoll und angemessen umgehen und macht auf häufige Fehler aufmerksam.

Er ermutigt uns aber auch zu einer bewussten Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit und empfiehlt sinnvolle Maßnahmen für den Fall einer schweren Erkrankung:

Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Testament u. a. Schließlich formuliert der Autor auch Vorschläge für die Segnung des Sterbenden.

Internet

Literatur-report.de

Konkrete Hilfen für die Sterbebegleitung

Ziel dieses Buches ist es, unsere Hilflosigkeit angesichts des Sterbens zu verringern. Der Autor beantwortet alle wesentlichen Fragen von Angehörigen und Begleitern:

  • Wie erkenne ich, ob Sterbende Schmerzen haben?
  • Wie lange nimmt der Sterbende noch wahr, was ich ihm sage?
  • Was ist nach dem Tod eines Angehörigen zu tun?

u.v.a

Klaus Schäfer, Priester und seit neun Jahren Klinikseelsorger, zeigt uns, wie wir mit Sterbenden würdevoll und angemessen umgehen und macht auf häufige Fehler aufmerksam.

Er ermutigt aber auch zu einer bewussten Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit und empfiehlt sinnvolle Maßnahmen für den Fall einer schweren Erkrankung: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Testament u.a.

Schließlich formuliert der Autor auch Vorschläge für die Segnung der Sterbenden.

Seelsorge im Alter

Wenn wir dem Sterben der Angehörigen oder dem eigenen Sterben gegenüberstehen, sind wir oft ratlos. In unserer Hilflosigkeit begehen wir Fehler, die nicht zu korrigieren sind.

Literaturtipp

Amazon

***** Sachliches zum Thema Sterben 20. Dezember 2011

Der Autor hat eines unserer gesellschaftlichen Probleme erkannt, das Verdrängen unserer eigenen Endlichkeit. Das Thema des Sterbens ist zum Tabu geworden; es scheint nicht mehr zu unserem Leben zu gehören.

Das Buch 'Sterben- aber wie?' bietet einen 'Leitfaden für einen guten Umgang mit dem Tod' und das auf einer sachlichen Ebene mit vielen Beispielen aus dem realen Leben. Es werden Themen geklärt, wie z. B. die des eigentlichen Beginns des Sterbeprozesses und wie man mit dem Sterbenden umgehen sollte.

Ein Kapitel (3.1) geht genau auf die verschiedene Bewusstseinszustände (Demenz, Locked-in Syndrom, Apallisches Syndrom) und die Vorstadien des Todes ein. In diesem Kapitel geht es darum, zu verstehen, wie viel ein Mensch in dem jeweiligen Zustand noch wahrnehmen kann, wie seine Handlungsfähigkeit ist und wie seine weiteren Aussichten sind.

Ein sehr wichtiges Thema (1.4) ist das der Vorsorge. Niemand von uns weiss, wann sein letztes Stündchen geschlagen hat, bzw. ob man in einen Zustand kommt, in welchem man nicht selbst über sich verfügen kann. Aus diesem Grund scheint ein Testament, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht bzw. Betreuungsverfügung in jedem Fall eine Formalie zu sein, die man ausfüllen sollte. Auch Organspende ist ein Thema dieses Buches. Dabei wird darauf eingegangen, bei welchen Organen es möglich ist zu transplantieren, Unterschied zwischen Todspende und Lebendspende, wie die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind und Gründe für Organspende.

In Kapitel 2 wird das richtige Begleiten eines Sterbenden mit vielen praktischen Beispielen besprochen. Mit dem eigenen Sterben befasst sich das anschließende Kapitel. Es wird nun auch auf die Grundhaltung zum Tod eingegangen, also auf ein Leben nach dem Tod. Abgerundet wird das Buch für gläubige Menschen mit dem 4. Kapitel, in welchem Abschiedssegen für die Hinterbliebenen und Abschiedssegen für die Sterbenden zu finden sind.

***** Sorgfältige, seelsorgliche Spurensuche rund um das Sterben 13. Dezember 2011

Als Priester und Klinikseelsorger sorgt Klaus Schäfer mit seinem Buch für eine von Wissen und Bewusstsein geprägte Begegnung mit dem Sterben.

Einerseits formuliert er eine Fülle an detailliertem Wissen, andererseits geht es ihm auch um emotionale und spirituelle Gesichtspunkte. In vier Kapiteln widmet er sich zunächst Informationen über den Tod, dann dem Sterben der anderen, gefolgt von einer Auseinandersetzung mit eigenem Sterben und schließlich den Möglichkeiten für eine Glaubensbegleitung beim Sterben.

Neben Hilfen für eine angemessene Begegnung bringt der Autor auch mögliche Fehler, Grenzen und die Bedeutung der Haltung der Begleitenden auf den Punkt. Ein Anhang bietet Texte und Lieder und Gebete für Sterbende und ihre Begleitenden, aber leider keine Konkretion der Gesten, Symbole und Rituale.

Ein einfühlsames, beeindruckendes Plädoyer für einen reflektierten Einbezug des Glaubens in die Hilfe beim Sterben.

Überaus empfehlenswert!

***** Hilfreiches Buch, 7. Dezember 2011

Ich beschäftige mich schon lange mit dem Thema Tod und Sterben und trotzdem habe ich durch dieses Buch noch einige Dinge dazugelernt, die ich bis dahin nicht wusste. Das Buch liefert viele praktische Tipps für jeden der sich mit diesem doch oft verdrängten Thema auseinandersetzen will. So werden zum Beispiel Farben des Sterbens beschrieben oder die Grundregeln, wie man mit Sterbenden umgeht. Wie merkt man einem Menschen an, wenn er sterbend ist? Weitere wichtige Themen sind die Vorsorge, Organspende und viele weitere. Insgesamt ist dieses Buch sehr zu empfehlen.

***** Beantwortet viele Fragen 16. Oktober 2011

Schon in der Einleitung zeigt sich, dass der Inhalt wohl schonungslos das Thema Sterben behandelt, denn sterben das wir so gerne umschreiben oder gar vermeiden, kommt hier alleine oder als Wortteil 17! Mal vor. Es wird nicht um den heißen Brei herum geredet, sondern ohne Zaghaftigkeit der unausweichliche Teil allen Lebens beim Namen genannt. Im 1.Kapitel nennt der Autor Allgemeines über das Sterben: Die Farben des Sterbens , dass bei jedem das Sterben individuell verläuft, auch der Tod uns alle gleich macht. Es werden verschiedene Bewusstseinszustände und Vorstadien des Todes genannt. Auch auf die Sinnhaftigkeit der Vorsorge (Testament, Patientenverfügung, Organspendeausweis) wird hingewiesen, auch auf die gesetzlichen Möglichkeiten für Alleinerziehende. Das Kapitel endet mit dem "Wesen des Todes", d.h. der Tod als Wandler, Trenner, Erlöser und Lehrmeister.

Im 2. Kapitel zeigt sich der Autor als Klinikseelsorger, indem er auf verschiedene Situationen des Sterbens hinweist, die häufig gemachten Fehler benennt und in einer Gegenüberstellung aufzeigt, wie es statt dessen möglich wäre. Das Kapitel ist nicht nur als Handbuch der Sterbebegleitung zu sehen, sondern zeigt auch auf, was Hinterbliebene nach dem Tod ihres Angehörigen zu tun haben.

Im 3. Kapitel befasst sich der Autor mit dem eigenen Sterben, das einem jeden von uns noch bevorsteht. Das Kapitel geht am Ende auf die Frage ein: "Tod - und was dann?"

Im 4. Kapitel sind Abschiedssegen enthalten, nicht nur der Angehörigen an den Sterbenden, sondern auch des Sterbenden an seine Angehörigen. Die Literatur im Anhang ist exzellent ausgewählt. Somit ist in diesem Büchlein alles enthalten, was es als Leitfaden für einen guten Umgang mit dem Tod empfehlenswert macht.

Beruflich bin ich mit Krankheit, Sterben und Tod konfrontiert. - Auch im Freundes- und Bekanntenkreis ist es ein Thema, das wir gerne totschweigen, aber immer wieder allgegenwärtig ist. ER kommt trotzdem der Tod.

Durch dieses Buch habe ich zusätzliche Informationen erhalten, aber auch einige Denkanstöße.

***** Umfangreiche Betrachtung zum Thema Sterben 7. Oktober 2011

In diesem Buch greift der Autor ein Thema auf, das vielfach noch verdrängt oder auch tabuisiert wird.

In seinem Beruf als Klinikseelsorger arbeitet Klaus Schäfer aus dem vorliegenden Buch ersichtlich viel in der Sterbebegleitung und in der Begleitung der Hinterbliebenen. Dadurch kennt er die vielfachen Probleme Schwerkranker, Sterbender und deren Angehörigen.

Er macht klar, dass Jede/r rechtzeitig eine Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und ein Testament schreiben sollte, damit Ärzte und Angehörige dann im Sinne des Patienten / Sterbenden bzw. Verstorbenen handeln können.

Das Buch bietet ein großes Spektrum an Gedanken im Zusammenhang mit dem Sterben (Apallisches Syndrom, Atemstillstand, Bestattung, Demenz, Fehler am Sterbebett, Grundregeln im Umgang mit Sterbenden, Klare Worte eines Arztes, Leichengift, Obduktion, Organspende, Schmerzen, Sterbebegleitung, Sterbequalität, Spirituelle Begleitung, Tod, Versprechen am Sterbebett, Wachkoma, Wiedersehen, Würde, Zuhause sterben, etc.)

Vor allem aber regt das Buch Gedanken im Bezug zur eigenen Sterblichkeit an und den Wunsch, hier möglichst selbst (mit) zu entscheiden bei der Gestaltung der eigenen letzten Lebensphase und diese Entscheidungen nicht den Ärzten und den oftmals überforderten Angehörigen oder dem Zufall zu überlassen.